KAK-AssistentKlimaanpassungskonzepte für Kommunen
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Starkregen und Hochwasser

Ottenhöfen im Schwarzwald

Gemeinde · Ortenaukreis (Landkreis), Baden-Württemberg · Gemeindeschlüssel 08317102

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Gefahrenkarten§ 2 Abs. 2 Satz 9 Nr. 3 KAnK-VO

Die Karte blendet die Hinweiskarte Starkregengefahren des Bundes und die Hochwassergefahrenkarten der Länder ein. Beide zeigen unterschiedliche Phänomene: Starkregen kann überall auftreten, auch abseits von Gewässern; Hochwasser breitet sich entlang bestehender Gewässer aus.

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Die Zählung bezieht sich auf das umschließende Rechteck des Gebiets, nicht auf die exakte Gebietsgrenze – sie ist ein Hinweis auf Betroffenheit, keine Flächenbilanz. Für die Konzepterstellung sind die Karten der zuständigen Landesbehörden auszuwerten. Quellen: Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (Hinweiskarte Starkregengefahren) und Bundesanstalt für Gewässerkunde (Hochwassergefahrenkarten der HWRM-RL).

Bemessungsniederschlag und Entwicklung

Wie stark der auslösende Regen ausfällt, ist bundesweit bekannt – auch dort, wo die Überflutungskarte noch fehlt. KOSTRA-DWD-2020 gibt an, welche Niederschlagshöhe statistisch in einer bestimmten Dauer und Wiederkehrzeit zu erwarten ist. Das hundertjährliche Stundenereignis ist genau der Regen, mit dem das BKG seine Hinweiskarte rechnet.

Daueralle 1 Jahralle 20 Jahrealle 100 Jahre
60 Minuten18 mm38 mm51 mm
24 Stunden59 mm121 mm165 mm

Das hundertjährliche Stundenereignis liegt bei 51 mm und ist im Bundesvergleich sehr hoch (bundesweite Spanne 35 bis 62 mm, Median 45 mm).

Entwicklung bis 2071–2100 unter RCP 8.5

KenntagBasis 1971–2000projiziert
Tage mit mindestens 20 mm Niederschlag9,7 Tage10,0 – 13,3 Tage
Tage mit mindestens 10 mm Niederschlag34,3 Tage32,7 – 38,7 Tage
Längste Trockenperiode36,7 Tage28,3 – 54,7 Tage
Trockentage im Sommer56,0 Tage60,0 – 67,0 Tage

Für Wassermangel sowie Hochwasser und Starkregen ist nach der Handreichung aus Gründen der Daseinsvorsorge das Hochemissionsszenario heranzuziehen. Steigende Starkregentage bei gleichzeitig längeren Trockenperioden sind kein Widerspruch: Der Jahresniederschlag verteilt sich auf weniger, dafür ergiebigere Ereignisse – was Überflutung und Wassermangel zugleich verschärft.