KAK-AssistentKlimaanpassungskonzepte für Kommunen
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Betroffenheit nach Handlungsfeldern

Seebach

Gemeinde · Ortenaukreis (Landkreis), Baden-Württemberg · Gemeindeschlüssel 08317126

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Ersteinschätzung§ 2 Abs. 3 KAnK-VO

Ersteinschätzung der Relevanz je Handlungsfeld, abgeleitet aus den Klimakennwerten. Sie ersetzt nicht die Betroffenheitsanalyse: Diese verknüpft die Klimawirkung zusätzlich mit örtlichen Strukturen, vulnerablen Gruppen und dem Wissen der Fachämter. Die Leitfragen stammen aus der Handreichung der LUBW.

Bevölkerungsschutz und kritische Infrastruktur

eher gering
Heiße Tage: niedrigNd. Sommer: sehr hoch (offen)
  • Gab es in der Vergangenheit Einsatzlagen durch Starkregen, Hochwasser, Hitze oder Sturm?
  • Sind kritische Infrastrukturen (Krankenhäuser, Feuerwehr, Wasser- und Energieversorgung) in Gefahrenbereichen gelegen?
  • Bestehen Notfallpläne für längere Strom- oder Trinkwasserausfälle?

Gesundheit

eher gering
Heiße Tage: niedrigSommertage: niedrig
  • Wie hoch ist der Anteil hitzeempfindlicher Personen (über 65 Jahre, Kleinkinder, Vorerkrankte)?
  • Liegen Pflegeeinrichtungen, Kliniken, Kitas und Schulen in thermisch stark belasteten Bereichen?
  • Existiert ein Hitzeaktionsplan und ein Trinkwasser- beziehungsweise Kühlraumangebot?

Landwirtschaft

eher gering
Heiße Tage: niedrigNd. Sommer: sehr hoch (offen)
  • Welchen Anteil hat die Landwirtschaft an der Flächennutzung und an der Wertschöpfung?
  • Gab es in den letzten Jahren Ertragsausfälle durch Dürre, Spätfrost oder Hagel?
  • Besteht Bedarf an zusätzlicher Bewässerung und ist Wasser dafür verfügbar?

Wald- und Forstwirtschaft

eher gering
Heiße Tage: niedrigNd. Sommer: sehr hoch (offen)
  • Wie hoch ist der Waldanteil und wie ist die Baumartenzusammensetzung?
  • Bestehen bereits Schäden durch Trockenheit, Borkenkäfer oder Sturmwurf?
  • Wie hoch ist die Waldbrandgefahr und ist der Waldumbau eingeleitet?

Naturschutz und Biodiversität

eher gering
Heiße Tage: niedrigNd. Sommer: sehr hoch (offen)
  • Gibt es klimasensible Schutzgebiete, Moore oder Feuchtlebensräume?
  • Sind Biotopverbund und Wanderkorridore ausreichend durchgängig?
  • Breiten sich wärmeliebende invasive Arten aus?

Wirtschaft und Energiewirtschaft

eher gering
Heiße Tage: niedrigNd. Sommer: sehr hoch (offen)
  • Sind Gewerbe- und Industriegebiete durch Hitze oder Überflutung gefährdet?
  • Bestehen Risiken für Kühlwasserverfügbarkeit oder Netzstabilität?
  • Sind Lieferketten wichtiger Betriebe klimabedingt verwundbar?

Tourismus

eher gering
Sommertage: niedrigHeiße Tage: niedrig
  • Welche Bedeutung hat der Tourismus wirtschaftlich vor Ort?
  • Sind saisonale Angebote (Wintersport, Badeseen, Wandern) klimaabhängig?
  • Verschiebt sich die Saison bereits erkennbar?

Verkehr

eher gering
Heiße Tage: niedrigNd. Sommer: sehr hoch (offen)
  • Kam es zu Schäden an Straßen, Schienen oder Brücken durch Hitze oder Starkregen?
  • Gibt es überflutungsgefährdete Unterführungen oder Hauptverkehrsachsen?
  • Sind Haltestellen und Radwege ausreichend beschattet?

Stadt- und Raumplanung

eher gering
Heiße Tage: niedrigNd. Sommer: sehr hoch (offen)
  • Bestehen innerörtliche Hitzeinseln und wie sind sie räumlich verteilt?
  • Sind ausreichend wohnungsnahe Grün- und Schattenflächen vorhanden?
  • Werden Klimabelange in Bauleitplanung und Innenentwicklung bereits berücksichtigt?

Wasser

laufend zu beobachten
Nd. Sommer: sehr hoch (offen)Nd. Winter: sehr hoch (offen)
  • Liegen Starkregengefahren- oder Hochwassergefahrenkarten vor und wo sind die Problembereiche?
  • Ist die Trinkwasserversorgung auch in längeren Trockenperioden gesichert?
  • Wie stark sind Gewässer und Grundwasserstände bereits von Trockenheit betroffen?

Boden, insbesondere Bodenerosion

laufend zu beobachten
Nd. Sommer: sehr hoch (offen)
  • Gibt es Hanglagen mit erosionsgefährdeten Ackerflächen?
  • Traten bereits Bodenabträge oder Schlammabgänge nach Starkregen auf?
  • Wie hoch ist der Versiegelungsgrad in den Siedlungsbereichen?
Grundlage der EinschätzungBewertet werden allein die Hitzekennwerte, deren Wirkrichtung eindeutig ist. Niederschlag ist als Rang ausgewiesen, aber mit „offen" markiert: Ob ein hoher Wert entlastet oder belastet, lässt sich erst mit den Starkregen- und Hochwassergefahrenkarten beurteilen. Das Handlungsfeld Wasser ist unabhängig davon stets vollständig zu betrachten.