KAK-AssistentKlimaanpassungskonzepte für Kommunen
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Klimawirkungsanalyse

Kappel-Grafenhausen

Gemeinde · Ortenaukreis (Landkreis), Baden-Württemberg · Gemeindeschlüssel 08317152

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Pflichtkennwerte§ 2 Abs. 2 KAnK-VO

Die sechs Pflichtkennwerte für Kappel-Grafenhausen, gemittelt über die aktuelle Normalperiode 1991-2020, und ihre Veränderung gegenüber der klimatologischen Referenzperiode 1961-1990. Die Einstufung vergleicht das Gebiet mit allen Gemeinden Deutschlands.

Jahresmitteltemperatursehr hoch
11,0 °C
1961-1990: 10,2 °C·+0,8 °C

Mittlere Lufttemperatur über das Jahr, 2 m über Grund.

Sommertagesehr hoch
62,9 Tage/Jahr
1961-1990: 48,0 Tage/Jahr·+14,9 Tage/Jahr

Tage mit einem Tagesmaximum der Lufttemperatur von mindestens 25 °C.

Heiße Tagesehr hoch
16,2 Tage/Jahr
1961-1990: 9,5 Tage/Jahr·+6,7 Tage/Jahr

Tage mit einem Tagesmaximum der Lufttemperatur von mindestens 30 °C.

Tropennächte
0,5 Nächte/Jahr
1961-1990: 0,2 Nächte/Jahr·+0,3 Nächte/Jahr

Nächte, in denen die Lufttemperatur nicht unter 20 °C fällt. Erholung von Hitze bleibt dann aus.

Niederschlag Sommersehr hoch
267 mm
1961-1990: 280 mm·-12,3 mm

Niederschlagssumme der Monate Juni bis August. Ob ein hoher Wert entlastet (weniger Trockenheit) oder belastet (Erosion, Überflutung), hängt vom Handlungsfeld ab – daher ohne Belastungsbewertung.

Niederschlag Winterniedrig
166 mm
1961-1990: 167 mm·-1,7 mm

Niederschlagssumme der Monate Dezember bis Februar. Ob ein hoher Wert entlastet (weniger Trockenheit) oder belastet (Erosion, Überflutung), hängt vom Handlungsfeld ab – daher ohne Belastungsbewertung.

Räumliche Auflösung beachtenTemperatur-, Sommertag-, Heiße-Tage- und Niederschlagswerte sind Flächenmittel aus dem 1-km-Raster des DWD. Tropennächte liegen bundesweit nur als Gebietsmittel auf Landesebene vor und unterschätzen dicht bebaute Innenstadtlagen deutlich – dort sind städtische Wärmeinseln nur mit einer lokalen Stadtklimaanalyse zu erfassen. Für die Konzepterstellung sind diese Werte als Untergrenze zu lesen.

Beobachteter Verlauf

Jahreswerte als Gebietsmittel für Baden-Württemberg. Sie zeigen die Schwankungsbreite einzelner Jahre, die in den 30-jährigen Mittelwerten oben nicht sichtbar ist.

Punkte: Einzeljahre ab 1881. Linie: gleitendes 30-Jahres-Mittel. Gebietsmittel für Baden-Württemberg. Quelle: DWD, regionale Gebietsmittel.

Zukünftige klimatische Entwicklung§ 2 Abs. 2 Satz 7 KAnK-VO

Projizierte Entwicklung nach dem DWD-Referenz-Ensemble v2018. Die KAnK-VO verlangt mindestens ein mittleres Emissionsszenario (RCP 4.5) und ein Hochemissionsszenario (RCP 8.5); für die ferne Zukunft sind beide anzugeben, für die nahe Zukunft genügt RCP 4.5.

KennwertBasis 1971-2000Projiziert 2071-2100Änderung
Jahresmitteltemperatur °C8,711,9 – 13,7 °C+3,1 bis +5,0 °C
Sommertage Tage/Jahr34,370,7 – 94,7 +36,3 bis +60,3 Tage
Heiße Tage Tage/Jahr5,325,3 – 45,3 +20,0 bis +40,0 Tage
Tropennächte Nächte/Jahr0,08,0 – 23,0 +8,0 bis +23,0 Nächte
Niederschlag Sommer mm300221 – 292 mm-26,3 bis -2,7 %
Niederschlag Winter mm270289 – 355 mm+7,0 bis +31,3 %
Andere Bezugsperiode als obenDie Projektionen beziehen sich auf den Beobachtungszeitraum 1971-2000 (HYRAS, 5 km), die Kennwerte der Klimawirkungsanalyse dagegen auf 1991–2020 (1 km). Basiswerte und Änderungen dürfen deshalb nicht mit den Werten weiter oben verrechnet werden. Die Spanne ist keine Prognose, sondern das 15. bis 85. Perzentil des DWD-Referenz-Ensembles v2018 – sie bildet die Modellunsicherheit ab. Räumliche Zuordnung über 3 klimatische Naturräume auf Kreisebene; innerhalb eines Kreises sind die Werte identisch.