Starkregen und Hochwasser
München
Kreisfreie Stadt · Bayern · Gemeindeschlüssel 09162
Gefahrenkarten§ 2 Abs. 2 Satz 9 Nr. 3 KAnK-VO
Die Karte blendet die Hinweiskarte Starkregengefahren des Bundes und die Hochwassergefahrenkarten der Länder ein. Beide zeigen unterschiedliche Phänomene: Starkregen kann überall auftreten, auch abseits von Gewässern; Hochwasser breitet sich entlang bestehender Gewässer aus.
Die Zählung bezieht sich auf das umschließende Rechteck des Gebiets, nicht auf die exakte Gebietsgrenze – sie ist ein Hinweis auf Betroffenheit, keine Flächenbilanz. Für die Konzepterstellung sind die Karten der zuständigen Landesbehörden auszuwerten. Quellen: Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (Hinweiskarte Starkregengefahren) und Bundesanstalt für Gewässerkunde (Hochwassergefahrenkarten der HWRM-RL).
Bemessungsniederschlag und Entwicklung
Wie stark der auslösende Regen ausfällt, ist bundesweit bekannt – auch dort, wo die Überflutungskarte noch fehlt. KOSTRA-DWD-2020 gibt an, welche Niederschlagshöhe statistisch in einer bestimmten Dauer und Wiederkehrzeit zu erwarten ist. Das hundertjährliche Stundenereignis ist genau der Regen, mit dem das BKG seine Hinweiskarte rechnet.
| Dauer | alle 1 Jahr | alle 20 Jahre | alle 100 Jahre |
|---|---|---|---|
| 60 Minuten | 18 mm | 37 mm | 49 mm |
| 24 Stunden | 49 mm | 98 mm | 132 mm |
Das hundertjährliche Stundenereignis liegt bei 49 mm und ist im Bundesvergleich sehr hoch (bundesweite Spanne 35 bis 62 mm, Median 45 mm).
Entwicklung bis 2071–2100 unter RCP 8.5
| Kenntag | Basis 1971–2000 | projiziert |
|---|---|---|
| Tage mit mindestens 20 mm Niederschlag | 8,0 Tage | 9,0 – 12,0 Tage |
| Tage mit mindestens 10 mm Niederschlag | 29,0 Tage | 29,0 – 35,0 Tage |
| Längste Trockenperiode | 41,0 Tage | 32,0 – 51,0 Tage |
| Trockentage im Sommer | 53,0 Tage | 57,0 – 62,0 Tage |
Für Wassermangel sowie Hochwasser und Starkregen ist nach der Handreichung aus Gründen der Daseinsvorsorge das Hochemissionsszenario heranzuziehen. Steigende Starkregentage bei gleichzeitig längeren Trockenperioden sind kein Widerspruch: Der Jahresniederschlag verteilt sich auf weniger, dafür ergiebigere Ereignisse – was Überflutung und Wassermangel zugleich verschärft.